Vor Kurzem habe ich in einem Kunden-Tenant eine ungewöhnlich hohe Anzahl an verwalteten Datenträgern entdeckt (>8000). Die Datenträger stammten alle von Worker-VMs welche durch den MCS in der Citrix Cloud erstellt wurden.

Auf der Suche nach der Ursache des Problems bin ich nicht wirklich fündig geworden und habe während meiner Recherche ebenfalls den Citrix Support hinzugezogen, von dem ich eine spannende Antwort erhalten habe.

 

On, or about, 3/21/2018, Citrix was notified that customers in certain Azure regions were unable to use the products listed earlier. Preliminary investigations showed that the Azure infrastructure was rejecting booting VMs which did not have an identity disk of at least 1GB in size. As a result of this denial, the cloned OS (system) disk may be left around as an “orphaned” disk in your Azure subscription, leading to an unexpected large number of disks in your storage resource groups.

 

Was zusammenfassend bedeutet, das Azure VMs am Starten gehindert hat, wenn diese nicht mindestens eine 1 GB große „Identity disk“ besaßen. Als Resultat hinterließ der MCS eine besitzlose Managed Disk. Je nachdem, wann man dieses Problem bemerkt hat und wie viele Worker provisioniert sind, wurden entsprechend viele Datenträger in Azure hinterlassen.

 

On, or about, 4/6/2018, the Azure infrastructure began reporting the size of the identity disks as 1GB, thereby allowing your workloads to boot successfully thereafter. This temporary outage may have gone unnoticed but you may still be affected. While our investigation is still underway, we felt it was important that we reach out to you today in order for you to remove these unwanted orphaned disks from your Azure subscription to avoid overage charges.

 

Der Fehler wurde, relativ zeitnah, behoben und der Start der Maschinen ist wieder, so wie man es eigentlich erwartet, möglich.

 

Citrix legt betroffenen Kunden nahe, die verwaisten Datenträger aus Azure zu entfernen. Vorher sollte man sich aber an den Azure Support wenden um die dadurch entstandenen Kosten gutschreiben zu lassen. Das notwendige Support-Ticket ist am besten gleich aus dem betroffenen Azure Tenant zu erstellen.